Dienstag, 29. September 2020

[Rezension] 217_2020_KU - Die Kunst Butterbrot zu schmieren von Mo Kast

  


Das Buch "Die Kunst Butterbrot zu schmieren" wurde von Mo Kast verfasst und erschien 2020.

Die Autorin nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise, was eigentlich eine Beziehung ausmacht. Die Protagonisten sind alle sehr gut dargestellt und gewisse Ereignisse resultieren aus der Sturheit oder Eifersucht des einen oder anderen Charakters.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind toll und lassen einem durch das Buch nur so durchfliegen. Gemeinsam mit Leo begibt man sich in so manche Situation. Man lacht, weint und ärgert sich mit ihm, aber auch die anderen Charaktere bleiben nicht außen vor, obwohl die Geschichte aus seiner Sicht erzählt wird. Man hat das Gefühl mit jedem die Geschichte aus einem anderen Blickwinkel erleben zu können.

Jedem, der gerne queer liest, kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung.

Sonntag, 22. Juli 2018

[Rezension] Sommernachtsflüstern von Deyer, Pearson, Winter, Engels, Mars

 

Die Anthologie "Sommernachtsflüstern" enthält Geschichten der Autoren Jona Dreyer, Sara Pearson, B.D.Winter, Luzie Engels und Regina Mars. Es erschien 2018.

Man hat hier in diesem Buch die Möglichkeit in fünf verschiedene Geschichten einzutauchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Witzig, humorvoll und doch immer mit einem kleinen Funken Wahrheit garniert, lädt uns Jona Dreyer auf eine Kreuzfahrt ein. Während Sara Pearson uns mit einem gar nicht so geplanten Urlaub zum Schmunzeln bringt. B.D.Winter entführt uns wortgewaltig in die Arenen Spaniens, wo oftmals Liebe und Kampf sehr nahe beieinander liegen. Bei Luzie Engels muss der Protagonist zunächst für seinen Urlaub noch vor der Kamera arbeiten, bevor in Regina Mars Geschichte endlich im Auftrag der wahren Liebe ein ideales Foto gesucht wird.
Es wird in allen fünf Geschichten deutlich, dass oftmals das Gute doch so nah ist, man oft allerdings zu blind ist, das Offensichtliche zu sehen, beziehungsweise sich eingestehen zu können.

Wer gerne Kurzgeschichten liest, kann mit diesem Buch ideal in Urlaubsdestinationen abtauchen, wo man so normalerweise nicht hingelangt. 100%ige Kauf- und Leseempfehlung.

Freitag, 10. November 2017

[ebook] 2.Buch im November: Tanz der Ikonen von B. D. Winter

Das Buch "Tanz der Ikonen" wurde von B. D. Winter verfasst und erschien 2017 bei Aventiure.

Tolya Grigorowitsch Yudin beauftragt die Firma von Alexander Merahwi mit einem brisanten Fall, denn eine Ikone, die er nach Wien mitgenommen hat ist in die falschen Hände gewandert. Der junge Angestellte in der Firma Julian Melnik wird in das Team aufgenommen und die rasante Suche nach der Ikone beginnt.

Der Autorin, von der ich bereits zwei andere Bücher, welche sie unter anderem Namen veröffentlicht hat, gelesen habe, konnte mich mit diesem Buch überraschen. Nicht nur, dass es in der Gegenwart spielt. Auch die Tatsache, dass sie sich in ein völlig neues Genre traut, in die Gay-Romance. Man kann das Buch beschreiben mit einem Thrilleranteil von 60% und eine Liebesgeschichte von 40%.


Die Hauptprotagonisten konnten mich sofort abholen und ich konnte sie auf ihren Weg durch Wien begleiten. Man kann mit ihnen mitfiebern, mit ihnen lachen, mit ihnen fürchten, mit ihnen abenteuerliche Situationen meistern und natürlich auch bei so mancher Verwirrung des Herzens dabei sein.
Julian Melnik, der junge Doktorant, welcher Literatur liebt und in der Firma von Merahwi und Martin schlagartig in der Hierarchie aufsteigt. Er ist jung, kämpferisch und er steht für seine Werte ein, die er allerdings hart umkämpfen muss, denn Homosexualität ist in diesem Betrieb nicht gerne gesehen.
Alexander Merahwi, der Verhandlungsstratege und Verfechter der Ansicht, dass das Privatleben im Betrieb nichts zu suchen hat. Er ist sehr strikt, liebt die Kunst und wird von Kapitel zu Kapitel mehr zu einem sehr sympatischem Charakter.
Der Sprachstil und die Wortwahl sind sehr passend und sehr gut und flüssig zu lesen. Man fliegt förmlich durch die Zeilen und muss aufpassen, dass man die Nacht nicht zum Tag macht. Die Actionstellen sind in einem Tempo geschrieben, wo man selbst außer Atem kommt, sich Gedanken macht, was als nächstes passieren könnte und wie man aus diesen Situationen wieder rauskommen kann. Auch die homoerotischen Liebesszenen sind sehr gut in das Geschehen eingebaut, sodass sie wirklich als harmonisches Ganzes gesehen werden können. Ohne diese Kämpfe um die wahre Liebe und das Recht diese Liebe auszuleben wäre das Buch, nicht das, was es jetzt ist, eine tolle Gesamtkomposition.

Jeder, der gerne einmal das Genre Gay-Romance-Thriller ausprobieren möchte, ist mit dem Werk von B. D. Winter sehr gut beraten, denn es ist alles enthalten. Liebe, Hass, Eifersucht, Furcht, Kämpfe, Verfolgungsjagden und ganz viel Spannung. Ich persönlich freue mich schon auf den nächsten Band.

Samstag, 30. September 2017

[ebook] 17. Buch im September: Der Schwur der Schlange von Barbara Drucker





Das Buch "Der Schwur der Schlange" wurde von Barbara Drucker verfasst und erschien 2017



Marchese Riccardo Visconti della Motta kehrt von seinem letzten Auftrag im Zeichen der Schlange nach zwei Jahren von Amerika zurück und erhält sogleich den nächsten Auftrag, er soll Giovanni Marconi in Sicherheit bringen und eine mögliche Verschwörung innerhalb der Schlangen enttarnen.


Der Autorin gelingt es ein Mantel- und Degenabenteuer der Sonderklasse zu zaubern. Der Marchese ist der James Bond des späten 18. Jahrhunderts. Mit etlichen Verfolgungsjagden und völlig überraschenden Wendungen gelingt es ihr, sich als Leser in die Geschichte völlig hineinfallen zu lassen und die Entwicklungen mit Freude, Angst und Spannung entgegen zu fiebern.
Der Marchese bekleidet auch in diesem Buch wieder eine tragende und wichtige Rolle, denn seine innere Zerrissenheit zwischen dem Orden und seinem Leben könnte in diesem Band größer nicht sein.
Viele Charaktere des 1. Bandes kehren wieder zurück, so in etwas die Gräfin Charlotte von Rostow, oder sein Diener Giacomo.
Durch die sehr bildhafte und lebhafte Form, in der die Szenen beschrieben sind, fällt es einem als Leser sehr leicht, der Geschichte zu folgen und ein kurzweiliges, spannendes Abenteuer zu erleben, welches einem atemlos durch die Seiten jagt. Es gelingt ihr auch, dass man manches Mal wirklich schlucken muss, wenn eine unerwartete Wendung kommt. Man kann mit den Protagonisten lachen, weinen, sich ärgern, aber auch sie der einfachen Freude erfreuen, wenn einfach ein Plan gelingt oder ein Ausflug wunderschön endet.


Jeder, der gerne historische Romane liest, ist mit diesem Buch bestens beraten. Ich kann diese Reihe rund um den Marchese nur wärmstens empfehlen und freue mich schon jetzt auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen mit dem Marchese.

Montag, 17. Oktober 2016

[Rezension] Das Gift der Schlange von Barbara Drucker

 


Der historische Thriller "Das Gift der Schlange" rund um den Marchese della Motta ist der erste historische Roman der Autorin Barbara Drucker.

Riccardo Visconti Marchese della Motta scheint sich auf dem politischen Parkett sehr wohl zu fühlen. Er schreitet durch die Reihen der Kardinäle, Fürsten und Herzöge ohne Probleme und zieht auch so manches lustvolles Abenteuer auf sich. Doch als am Hofe der Wittelsbacher, innerhalb weniger Monate die Nachfolger des Fürsten sterben, muss der Meisterspion della Motta beginnen zu ermitteln. Er stolpert nun von einem ins andere Problem und muss auch so manche Intrige von bösartigen Gegenspielern abschmettern.
Die Autorin schafft es mit ihrem Schreibstil, einem in eine andere Welt zu entführen und die Abenteuer der einzelnen Personen mit ihnen zu erleben. Sie denkt an die Andersartigkeit der Menschen im 18. Jahrhundert und bringt die Lebensweise der damaligen Zeit sehr gut herüber.
Man kann sich in die Hauptprotagonisten sehr gut hineinfühlen und man kämpft die ganze Zeit ebenso mit den Menschen mit. Man kämpft mit ihnen gegen oder mit den Illuminaten und den Freimaurern und man kann mit den Personen mitfiebern in ihren Geschehnissen.

Jeder, der historische Roman gerne liest, sollte auf jeden Fall zu diesem Roman greifen, denn man kann hier eine Zeit erleben, welche einem vielleicht im Geschichteunterricht normalerweise durch die Finger gleitet.
Für den tollen kurzweiligen historischen Auftakt der Reihe rund um Riccardo Visconti Marchese della Motta bekommt das Buch und die Autorin von mir 5 Sterne und eine 100%ige Kaufempfehlung.